Donnerstag, 21. Januar 2016

Winterimpressionen

Ich mag das Geräusch, das der Schnee unter meinen Füßen macht. Es ist kalt, schön kalt. Den Schal habe ich mir bis ins Gesicht gezogen. In Kombination mit meiner dicken Winterjacke und den Stiefeln lässt mich das zwar wie ein Gnom aussehen, doch das ist egal. Außer mir ist eh keiner draußen.

Seit mehreren Wochen fragt mich ein Resident, wann es dann endlich schneit. Er möchte flocons. Ich kann ihn verstehen. Ich möchte auch flocons. Glücklich schaue ich mich um.

Eine feine Schneeschicht legt sich langsam auf den grauen Asphalt. Puderzucker, denke ich. Wenn man den Blick zu den Bergen wendet, ergibt sich ein interessantes Bild: Laubbäume, die schon lange keine Blätter mehr tragen, zeichnen zarte weiße Konturen in die Landschaft, dazwischen ein paar Nadelbäume, die auf den schweren grünen Ästen hauchdünn Schnee tragen. Magnifique.

Es fängt stärker an, zu schneien. Die flocons schmelzen in meinen Haaren. In wenigen Minuten müssten meine Spuren verschwunden sein.


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